Bundesheimatgruppe Bunzlau bittet um Unterstützung


Neue polnische Initiative zum Andenken an nach dem Krieg vertriebene deutsche Einwohner

In der im Goldammer Verlag erscheinenden "Schlesischen Heimatzeitung" berichtet Ferdinand Idasiak, Vorsitzender der Bundesheimatgruppe Bunzlau, das die Einwohner von Gießmannsdorf/Gosciszow im Kreis Bunzlau/Boleslawiec beschlossen haben, ein Zeichen der Freundschaft zwischen heutigen und ehemaligen Einwohnern von Gießmannsdorf zu setzen.

Heute wohnen dort überwiegend die Nachfahren von polnischen Siedlern, die nach dem Krieg als polnische Minderheit aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien zu Zehntausenden nach 1946 in die Kreise Bunzlau und Lauban kamen. Ein eher geringer Teil der Polen, die nach Gießmannsdorf kamen, waren Aussiedler aus dem heute ukrainischen Teil Ostgaliziens.

Als in Lühnde bei Hildesheim im November 2019 das 500jährige Jubiläum einer Gießmannsdorfer Glocke begangen wurde, kam auch eine Abordnung aus dem heutigen Gießmannsdorf. Offensichtlich wurden hier die einst vertriebenen deutschen Gießmannsdorfer zu dem jährlichen Dorffest namens "Petschenica" (Spanferkel) am 4.-5. Juli eingeladen. Dann soll auf dem alten Friedhof, um die heutige katholische Kirche, gemeinsam mit den deutschen Gästen feierlich eine Gedenktafel an die früheren deutschen Bewohner enthüllt werden. Initiatoren der Aktion sind der junge Lokalhistoriker Krzysztof Stefan, der Ortsvorsteher Ludwik Torba und der Ortsbeirat Henryk Aniol. Sie werden unterstützt von dem Gießmannsdorfer Pfarrer Janusz Wilk. Die Idee wird vom Vorstand der Bundesheimatgruppe Bunzlau unterstützt und man ist derzeit dabei, gemeinsam einen würdigen Tafeltext zu erarbeiten.

Wie Ferdinand Idasiak mitteilt, ist der Friedhof von Gießmannsdorf mittlerweile kaum als solcher zu erkennen. Schon in den sechziger Jahren hatte man die Grabsteine entfernt und das Gelände weitgehend eingeebnet, um dem wuchernden Gestrüp Paroli zu halten. Gleich hinter der Friedhofsmauer liegt der neue Friedhof. Liebevoll gepflegt und mit vielen bunten Blumen geschmückt. Von dort über den alten Friedhof führt ein Weg zur Kirche an der die Gedenktafel angebracht werden soll.

Die Bundesheimatgruppe Bunzlau, bunzlau.siegburg.de, bittet um Spenden zur Unterstützung dieser völkerverbindenden Aktion.

Spendenkonto: Bundesheimatgruppe Bunzlau
Bankverbindung: KSK Köln
IBAN: DE15 3705 0299 0019 0044 80
Verwendungszweck: Gedenktafel

Kirche in Gießmannsdorf, Foto: Ferdinand Idasiak

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