Deutsch: Polen weltweit vorn

Polen ist weiterhin das Land mit den meisten Deutschlernenden weltweit, so die neuste Studie des Goethe-Instituts, an der auch das Auswärtige Amt beteiligt war. Zwar ist die Zahl seit 2015 um ca. 15 Prozent gesunken, ist sie doch mit ca. 1,95 Millionen Lernenden weiterhin die höchste in der Welt und übertrifft sogar das im Westen liegende Nachbarland Frankreich mit einer fast doppelt so großen Bevölkerungszahl (Polen: 38 Mio., Frankreich: 67 Mio.). In Frankreich lernen nämlich ca. 1,2 Millionen Menschen Deutsch.

Allerdings verzeichnen fast alle Nachbarländer (Dänemark, die Niederlande, Frankreich und Tschechien) steigende Wachstumszahlen. Nur in Polen ist die Zahl der Lernenden unter der PiS-Regierung gesunken. Ähnliches wird auch in Ungarn beobachtet. Steigende Zahlen weist dagegen erneut Russland auf, das nach 2015 einen starken Rückgang um 16 % aufwies, wo aber zurzeit ca. 1,8 Millionen Deutschlernende zu verzeichnen sind.

Die Studie weist außerdem darauf hin, dass nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU das Interesse an der deutschen Sprache in Europa, vor allem in Osteuropa, weiterwachsen könnte. Deutsch war vor dem Zweiten Weltkrieg die meist gesprochene Sprache in Europa. In Osteuropa von Skandinavien bis zum Peloponnes in Griechenland war Deutsch die allgemeine Verständigungssprache – eine Art Lingua franca(Mas)   

www.goethe.de/de/spr/eng/dlz.html

Aula Leopoldina der Universität in Breslau,
wo tausende Studenten Deutsch lernen
Foto: J. Langbrand

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