• 09. Mai 2017
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Schriftsteller Gerd-Peter Eigner verstorben

Am 13 April verstarb nach langer Krankheit der Schriftsteller und Lyriker Gerd-Peter Eigner (eigentlich Gerd-Peter Sobczyk). Geboren ist Sobczyk im oberschlesischen Malapane (Ozimek). Er war der Sohn eines Reichsbahnbeamten, der Anfang 1945 von sowjetischen Truppen erschossen wurde. Seine Mutter floh mit Gerd-Peter in Westen. Aufgewachsen ist er im niedersächsischen Wilhelmshaven, wo er seit 1949 lebte. Studiert hat er in Hamburg und Oldenburg, wo er als Lehrer für verhaltensgestörte Kinder arbeitete.

Seit 1971 schuf Eigner als freier Autor. Er war der Verfasser von Romanen, Essays und Hörspielen. In seinen erzählerischen Werken spielen Selbstreflexion und Selbstanalyse problematischer Charaktere eine bedeutende Rolle. Eigner, der von 1972 bis 1986 dem Verband deutscher Schriftsteller angehörte und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland war, erhielt neben diversen Stipendien viele Auszeichnungen, darunter: 1978 den Hörspielpreis des Österreichischen Rundfunks und den Kulturpreis der Stadt Bocholt, 1982 das Stadtschreiberamt von Burg Kniphausen bei Wilhelmshaven, 1983 den Förderpreis zum Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen sowie 2009 den Eichendorff-Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturpreis für sein Gesamtwerk, insbesondere für seinen 2008 erschienenen Roman Die italienische Begeisterung. Im Juli 2010 erhielt Eigner den mit 15.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen.

2016 erschien Gerd-Peter Eigners erster Lyrikband „Mammut“.