Dokumentarfilmfestival startet in Breslau durch

Am 13. Mai fängt im Niederschlesischen Filmzentrum (DCF) in Breslau die 19. Ausgabe des größten polnischen Dokumentarfilmfestivals „Millennium Docs Againts Gravity“ (MDAG) an. Während des Filmfestes können die Kinofans bis zum 22. Mai (und vom 24. Mai bis 5. Juni auf mdag.pl online) an die 80 Filme sehen, die das Publikum zu einer Reise um die Welt und ins Innere des Menschen einladen.


Im Rahmen des Festivals gibt es traditionell den Wettbewerb „Grand Prix von Niederschlesien“. Der Preis des Marschalls von Niederschlesien wird mit 3.000 € dotiert. Die Jury verkündet den Sieger am 19. Mai.  Im Rahmen der um 19:30 Uhr beginnenden Zeremonie wird der erschütternde Dokumentarfilm „Nawalny“ vom kanadischen Regisseur Daniel Rohrer ausgestrahlt.


In diesem Jahr werden an dem Wettbewerb 12 ganz unterschiedliche Filme teilnehmen. Darunter „Fire of Love“ - eine Liebesgeschichte unter der Regie von Sara Dosa über eine ungewöhnliche Beziehung zwischen dem Ehepaar Katia und Maurice Krafft und den Vulkanen, die sie anbeten. "The Fledglings" von Lidia Duda ist die Geschichte dreier Erstklässler - der fantasievollen Zosia, des unsicheren Oskar und der unabhängigen, aber schüchternen Kinga -, die ihre Ausbildung in einem Internat für blinde und sehbehinderte Kinder beginnen.


Ein polnischer Akzent findet sich auch in dem Film „Cow“, in dem Magda Kowalczyk die Aufgaben der Kamerafrau übernahm und mehrere Jahre lang die Regisseurin Andrea Arnold und die Titelfigur, genannt Luma, begleitete. Ein weiterer Kandidat ist Joe Huntings bahnbrechende Produktion „We Met in Virtual Reality“, der erste vollständig im digitalen Raum (VR) gedrehte Dokumentarfilm. Sergei Loznitsa und sein Film "Babi Yar. Context" untersucht die Umstände des Verbrechens, das 1941 in der Nähe von Kiew begangen wurde. Auch Simon Lereng Wilmont nimmt uns mit in die Ukraine: "House Made of Splinters" ist die Geschichte eines provisorischen Waisenhauses, das 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt. "Skál" von Cecilie Debell und Maria Tórgarð nimmt uns mit auf die Färöer-Inseln, um eine Geschichte vom Erwachsenwerden und der ersten Liebe zu erzählen, und "Das Territorium" von Alex Pritz in den Amazonas, wo im Herzen des Dschungels der Stamm der Uru-eu-wau-wau mit Siedlern, Bauern und Schatzsuchern um Land und Überleben kämpft. 


Zu den Kandidaten gehört auch „The Pawnshop“ von Łukasz Kowalski - der Eröffnungsfilm der diesjährigen MDAG-Ausgabe in Breslau. Die Protagonisten sind Jola und Wiesiek: ein Ehepaar aus Beuthen. Zusammen mit ihren drei Angestellten betreiben sie das wohl größte Pfandhaus Europas, dessen glorreiche Zeit schon vorbei ist. Der Protagonist des Films „Young Plato“ (Regie: Neasa Ní Chianáin, Declan McGrath) ist Mr. McArevey - ein inspirierter Lehrer einer katholischen Jungenschule in einem der gefährlichsten Viertel von Belfast, dessen Erziehungsmethoden auf den Gedanken der antiken Philosophen basieren. Eine Schachtel voller Erinnerungen und Briefe, geschrieben von einer Studentin L. an ihren verbotenen Liebhaber K., wird zum Ausgangspunkt für die Regisseurin Payal Kapadia  und ihren sich zwischen Dokumentarfilm und Fiktion bewegenden magischen Streifen „A Night of Knowing Nothing“. Die Liste der Kandidaten schließt mit dem bewegenden Film „Angels of Sinjar“, bei dem die Oscar-Nominierte Hanna Polak Regie führte. Polak begleitet mit einer Kamera eine Frau, die ihre Schwestern aus der ISIS-Gefangenschaft rettet. M. Ilgmann


Weitere Informationen unter: mdag.pl


Die Karten sind an den DCF-Kassen und über die Webseite https://mdag.pl/19/en/Wroclaw/homepage erhältlich.

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