Breslauer Kino Nowe Horyzonty (NH) wieder geöffnet

Wegen der Corona-Pandemie wurde das 20. Internationale Filmfestival Nowe Horyzonty in Breslau auf November verlegt. Im Zeitraum vom 5. bis zum 15. November 2020 werden gleichzeitig das  Filmfestival Nowe Horyzonty  und die 11. Ausgabe von American Film Festival  stattfinden.

Das Breslauer Kino Nowe Horyzonty (NH) hat aber jetzt schon seine Türen wieder geöffnet. Ab dem 17. Juni können alle Kinofans das vielseitige Angebot des anspruchsvollen Kinos genießen. Im Zeitraum vom 26. Juni bis zum 2. Juli konnte man im Rahmen der 20. Spanischen Filmwoche 15 Filme sehen. An zwei Sommer-Samstagen (25. Juli, 1. August) wird man im Rahmen der Nowe Horyzonty-Tournée in Festivalstimmung kommen und drei interessante Streifen sehen können. Der erste (jeweils um 16.00 Uhr laufende) Film „Bait“ von Mark Jenkin gewann die letzte, 19. Ausgabe des Nowe-Horyzonty-Festivals. Es handelt sich um eine Erzählung über Gentrifizierung, Kapitalismus und Klassenkampf.  „Ema“ (jeweils 18.30 Uhr) ist das neue Meisterwerk des spanischen Regisseurs Pablo Larraín, mit Gael García Bernal in einer der Hauptrollen. Es zeigt eine toxische Beziehung, voll mit wilder Sexualität. Der letzte Hit „Liberté“ (jeweils 21.00 Uhr), von Albert Serra ist einer der am meisten exzentrischen Vorschläge des letzten NH-Filmfestivals. Er zeigt französische Aristokraten im 18. Jh., die sich nachts mit ihren ausländischen Gästen im Wald treffen, um dort Orgien zu feiern und immer neue Grenzen zu überschreiten.  

Die Kinokarten kosten 20 PLN (ca. 4,5 €) normal, beim Einkauf der Tickets für alle drei Filme – 15 PLN (ca. 3,4 €).         

 

Vom 10. bis zum 16. Juli d.J. findet im NH-Kino die 11. Französische Filmwoche statt. Die Zuschauer werden u.a. „Weiß wie Schnee” (Blanche comme neige) von Anne Fontaine, eine zeitgenössische Interpretation des Schneewittchen-Märchens mit Isabelle Huppert in der Rolle der bösen Stiefmutter sehen können. Auf dem Spielplan steht auch  „C'est ça l'amour“ von Claire Burger, die in Venedig ausgezeichnete bitter-süße Geschichte eines Vaters, der allein seine halbwüchsigen Töchter erziehen muss. Sehenswert ist ebenfalls „Dilili in Paris“ von Michel Ocelot, der den César-Preis für den besten Zeichentrickfilm 2019 erhielt.  Bei Erwerb von 5 und mehr Kinokarten beträgt der Preis 15 PLN (ca. 3,4 €) pro Karte.   

Magdalena Ilgmann

Näheres unter https://www.kinonh.pl/index.s#repertuar

11. Französische Filmwoche :

10. Juli (Fr.)

à 18:15 – #tuiteraz (#jesuislà), Regie Eric Lartigau, FR 2019, 100 min

à 20:30 – C’est ça l’amour, Regie Claire Burger, FR 2018, 98 min

11. Juli (Sa.)

à 17:00 – Donne-moi des ailes, Regie Nicolas Vanier, FR 2018, 113’

à 20:00 – Blanche comme neige, Regie Anne Fontaine, FR 2018, 95’

12. Juli (So.)

à 17:00 – Dilili a Paris, Regie Michel Ocelot, FR 2018, 95’

13. Juli (Mo.)

à 18:00 – Deux fils, Regie Félix Moati, FR 2018, 90’

à 20:00 – Chanson Douce, Regie Lucie Borleteau, FR 2019, 100’

14. Juli (Di.)

à 19:00 – Arab blues (Un divan à Tunis), Regie Manele Labidi, FR, Tunesien 2019, 88’

15. Juli (Mi.)

à 19:00 – Divorce club, Regie Michaël Youn, FR 2020, 106’

16. Juli (Do.)

à 18:00 – Rebelles, Regie Allan Mauduit, FR 2018, 88’

à 20:00 – Sonderschau Les choses de la vie, Regie Claude Sautet, FR, CH,IT, 89’


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