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Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen in Oldenburg verliehen

Auf der Bühne des Staatstheaters Oldenburg: Vizemarschall der Woiwodschaft Niederschlesien Krzysztof Maj, Landtagsvizepräsident a.D. Klaus-Peter Bachmann,
die Preisträgerinnen PD Dr. Beate Störtkuhl, Dr. Ingrid Hartmann und Agnieszka Ostapowicz, der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport Boris Pistorius, Landtagspräsident a.D. Horst Milde, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Foto: Sascha Stüber

 

Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen
für die Oldenburger Kunsthistorikerin
Beate Störtkuhl

 

Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius hat am vergangenen Samstag, 24. September 2022, im Staatstheater Oldenburg den 46. Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen verliehen.

Hauptpreisträgerin des Jahres 2022 ist die Kunsthistorikerin PD Dr. Beate Störtkuhl vom Oldenburger Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE).

 

Beate Störtkuhl forscht seit über drei Jahrzehnten zur Architekturgeschichte der Moderne mit einem Fokus auf Schlesien und kooperiert dabei mit schlesischen Partnereinrichtungen, etwa mit dem Architekturmuseum in Breslau/Wrocław. Zahlreiche gemeinsame Ausstellungen, Projekte und Publikationen entstanden in dieser Zusammenarbeit.

Seit vielen Jahren engagiert sie sich im Arbeitskreis deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger/ Grupa robocza polskich i niemieckich historyków sztuki i konserwatorów und ist Kuratoriumsvorsitzende der Böckler-Mare-Balticum-Stiftung zur Erforschung der Kunst- und Kulturgeschichte der Ostseeländer.

Am BKGE koordiniert sie aktuell in enger internationaler Abstimmung die Maßnahmen zum Kulturgutschutz in der Ukraine, für die Kulturstaatsministerin Claudia Roth, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, kürzlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat.

 

In ihrer Laudatio betonte Nicola Remig, die Leiterin des Dokumentations- und Informationszentrums im Haus Schlesien in Königswinter, Störtkuhls Rolle als „Brückenbauerin“: Es gehe „ihr um die Bezüge, die Verweise, das Bewusstmachen der Vielfalt, das über die Jahrzehnte des Eisernen Vorhangs im Wissen vieler West- wie Osteuropäer verschüttet war. Und dass diese Bezüge nicht nur in der Vergangenheit bestanden, sondern heute wieder sichtbarer werden, daran hat sie auf wissenschaftlicher Ebene große Verdienste, die ihre Auszeichnung mit diesem besonderen 'deutsch-polnischen Begegnungspreis' des Landes Niedersachsen […] in höchstem Maße rechtfertigen.“

 

Zweite Hauptpreisträgerin des Jahres 2022 ist die Geigerin und Musikmanagerin Agnieszka Ostapowicz aus Breslau/Wrocław.

Den Sonderpreis erhält in diesem Jahr Dr. Ingrid Hartmann, die Eigentümerin von Schloss Wernersdorf/Pakoszów bei Hirschberg/Jelenia Góra, das sie mit einem neuen Konzept wieder zum Leben erweckt hat.

 

Der Kulturpreis Schlesien wird seit 1977 im jährlich wechselnden Turnus in Niedersachsen oder in Niederschlesien verliehen.

 

 

 

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