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Aspekte der Breslauer Geschichte

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SCHLESIEN Geschichte • Landschaft • Kultur

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Tisch-Ausstellung im Breslauer Nationalmuseum

Foto: Konsolentisch aus Sachsen um 1750

Das Nationalmuseum in Breslau hat eine Online-Zeitausstellung „Verständigungsebene. Tische im 18. und 19. Jh.“ vorbereitet, die vom 1. Dezember 2020 bis zum 7. März 2021 präsentiert wird (bis zum 27. Dezember d.J. bleiben die Museen in Polen wegen Corona geschlossen).  Im Rahmen der Exposition werden Barock-, Rokoko-, Jugendstil-, Empire-, Biedermeier- und neogotische Tische gezeigt, die als Esstische dienten, an welchen Schach- bzw. Karten gespielt oder Handarbeiten gemacht wurden. Das Breslauer Nationalmuseum präsentiert zum ersten Mal seine historische Tisch-Sammlung in einer so großen Auswahl. Dieses Möbelstück, das aus einer oder mehreren Platten besteht, welche auf einer Stütze ruht, und in der Regel auf vier Tischbeinen steht, begleitet die Menschen seit Jahrtausenden und wurde so zu einem Archetyp.                                                                                                                                   

Die Ausstellungskuratorin Małgorzata Korżel-Kraśna betont die besondere gesellschaftliche Rolle des Möbelstücks. „Von Anfang an half der Tisch bei den zwischenmenschlichen Kontakten, begünstigte  Gespräche, gemeinsame Prasserei oder Unterhaltung. Die Rolle des Tisches bei der kulturellen Entwicklung des Menschen bestätigen seine symbolischen Bedeutungen, interessanterweise immer mit positiven Konnotationen.“ (etwa „Runder Tisch“). Der Museumsdirektor Piotr Oszczanowski wies auch darauf hin, dass der Tisch heute ebenfalls im Mittelpunkt des sowohl privaten, als auch beruflichen und öffentlichen Lebens stehe.


Eines der Ausstellungsstücke stellt ein Tisch aus der Möbelfabrik von Robert Ruschewey (1822-1899) in Langenöls bei Lauban dar. Zur Grundlage seiner internationalen Geschäftsbeziehungen wurde der Ausziehtisch, dessen Patent  Ruschewey im Jahr 1879 anmeldete. Diese Erfindung war ein großer Erfolg. An den Tischen konnten, wenn sie ausgezogen waren, bis zu 50 Personen sitzen. Für den Besuch des deutschen Kaisers orderte der Schweizer Bundesrat einen runden Ausziehtisch mit einem Durchmesser von sieben Metern. Ruschewey richtete auch u.a. das Gerhart-Hauptmann-Haus in Agnetendorf und die Burg Tzschocha ein.


Der zu der Exposition veröffentlichte Katalog zeigt die spannende Tisch-Geschichte.

Näheres unter: www.mnwr.pl/en/

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