• 08. Februar 2019
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Nationales Musikforum Breslau lädt ein

Das Nationale Musikforum (NFM) in Breslau bietet im Februar und März d.J. ein sehr abwechslungsreiches Programm.

Nach dem lange erwarteten Konzert der Berliner Philharmoniker unter Yannick Nézet-Séguin am 19. Februar („La Mer“ C. Debussys und die 5. Sinfonie von S. Prokofiev), findet zwischen dem 28. Februar und 3. März die Lateinamerikanische Akademie statt. Am ersten Abend wird die traditionelle Musik aus Argentinien, Bolivien, Chile und Peru von Luciana Mancini (Mezzosopran) und Francisco Brito (Tenor), begleitet vom Bach Consort Wien, mit künstlerischer Leitung von Rubén Dubrovsky aus Argentinien präsentiert.

Am 1. März kann man Ausschnitte aus der Konzertfassung der Oper Montezuma von C.H. Graun hören (aufgeführt von den Studenten der Musikakademien in Posen, Lodsch und Breslau, am Pult Jaroslaw Thiel).

Am 2. März ist im Rahmen der Akademie den 1986 entstandenen Film „The Mission“ von Roland Joffé (mit der Musik von E. Morricone) zu sehen. Zum Abschluss erklingen Sinfonía 40 von P.X. de Abrill Tirado (sog. Mozart aus der Neuen Welt), sowie die barocke Sakralmusik aus Mexiko von G. Fernández, und M. de Sumaya (Chor des Nationalen Musikforums, Breslauer Barockorchester, dirigiert Rubén Dubrovsky).

Am 15. März können die Musikliebhaber „Phantasie über ein Thema von Thomas Tellis“ von Ralph Vaughan Williams (1872-1958), Concerto für 7 Blasinstrumente, Pauken, Schlagzeug und Streichorchester (1949) des schweizerischen Komponisten Frank Martin und die letzte, 4.Sinfonie von Brahms, aufgeführt vom NFM-Orchester unter Giancarlo Guerrero hören.

Im Breslauer Nationalen Musikforum kann man auch vom 19. Februar bis zum 31. Juli 2019 eine vom Zentrum der Polnischen Skulptur in Oronsko und der Warschauer Nationalen Kunstgalerie „Zacheta“ vorbereitete Ausstellung gegenwärtiger polnischer Kunst (zweite Hälfte des 20. Jh. – Anfang des 21. Jh.) besuchen. Es werden fast sechzig Exponate präsentiert, darunter vollplastische Skulpturen, räumliche Objekte und Installationen, Video-Film aus der Oronsko-Sammlung, sowie großformatige Öl- und Tempera-Bilder aus der Zacheta-Kollektion. Diese Werke von den Künstlern junger und mittlerer Generation repräsentieren abstrakte, konzeptuelle, von der Pop-Art inspirierte Kunst, figurative, postmoderne und expressive Tendenzen, und stellen eine Reaktion auf die neue Wirklichkeit nach 1989 dar.

Magdalena Ilgmann

Foto: Berliner Philharmoniker