Breslau: Jules Massenets Oper „Manon“ zum Abschluss der Spielsaison

Sopranistin Simone Mihai, Foto: Claudine Grin


Die Breslauer Oper greift nach einer Perle der französischen Oper in einer herausragenden Aufführung: mit der wunderbaren britisch-rumänischen Sopranistin Simone Mihai und dem berühmten italienischen Tenor Charles Castronovo in den Hauptrollen. Die Premiere findet am 25. und 26. Juni statt.

Das Publikum wird damit verwöhnt, was die Oper besonders hörens- und sehenswert macht: von unvergesslichen Arien und Duetten bis zu monumentalen Geschichts- und Gesellschaftsbildern unter Mitwirkung von Chor und Ballett. Die Pracht der Welt von Manon und Chevalier Dex Grieux spiegelt sich im Bühnenbild des Regisseurs Waldemar Zawodziński wider (das u. a. die Konvention des "Theaters im Theater" verwendet), und wird durch die wunderschönen Kostüme von Maria Balcerek ergänzt. Das Orchester der Breslauer Oper leitet Bassem Akiki.

„Manon“ ist eine Geschichte über verbotene Liebe, Lust und gesellschaftliche Konventionen, durch die eine ungezügelte Jugend leicht in Schwierigkeiten gerät. Jule Massenets Oper wurde von Abbé Prévosts Roman „Manon Lescaut“ inspiriert, in dem der Autor viele Momente aus seinem eigenen Leben verarbeitet hat; nur der Schluss wurde geändert. Der Regisseur Waldemar Zawodziński hebt die psychologische Komplexität der Figuren und die außergewöhnliche Emotionalität des Stücks hervor, die sowohl in Massenets Musik als auch im Libretto zum Ausdruck kommen:


Der Chevalier des Grieux sei eine schöne romantische Figur, die unsere Träume von der großen Liebe erfülle – und zwar bis zum Tode, oder vielleicht darüber hinaus. Es sei eine sehr schöne Gestaltung des Charakters, die die ganze Bandbreite der Gefühle bündle. Manon hingegen sei eine komplexere Figur, die nicht leicht zu interpretieren sei, da sie sich zwischen den Gegensätzen bewege. Sie sei in der Tat eine der interessantesten Figuren der Opernliteratur: eine Chimäre, die sich einer einfachen Beschreibung entziehe.


Die Premiere von Manon fand im Januar 1884 an der Opéra Comique in Paris statt. Interessanterweise nahm das Publikum die neue Oper mit gemischten Gefühlen auf. Das Werk hat jedoch die Zeitprobe bestanden und wurde mit Erfolg auf den größten Opernbühnen der Welt aufgeführt. M. Ilgmann

Premiere: 25. und 26. Juni 2022
Repertoireaufführungen: 1., 2. und 3. Juli 2022
Einzelheiten und Informationen zu den Eintrittskarten:
 www.opera.wroclaw.pl


Castronovo Charles, Simone Mihai © Claudine Grin

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