Horst Bienek, Foto: alchetron.com
Am Samstag, dem 18. Juli, um 11 Uhr startet am Haus der Erinnerung (ul. Ks.J.Poniatowskiego 14) an die Juden Oberschlesiens ein biografisch-historischer Spaziergang auf den Spuren des Schriftstellers Horst Bienek, der im Vorkriegs-Gleiwitz geboren wurde. Horst Bienek war ein großartiger Schriftsteller, Dichter, Filmregisseur, Literaturkritiker, aber auch Zeuge der Umwälzungen des 20. Jahrhunderts, deren Spuren sich sowohl in seiner Biografie als auch in seinen Werken finden lassen. Seine „Gleiwitzer Tetralogie“ ist heute nicht nur ein literarisches Denkmal für die Stadt seiner Kindheit, sondern auch eine wertvolle Schilderung einer Welt, die es nicht mehr gibt.
Der Spaziergang führt durch ein Areal von Gleiwitz, das Bienek selbst als „Quadrat der Kindheit“ bezeichnete: einen Stadtteil, der durch vier für ihn wichtige Punkte begrenzt wird: das Elternhaus an der heutigen Horsta-Bienek-Straße, den Wald – einen Ort der Freiheit –, die Schule sowie die Christus-König-Kirche. In dieser intimen städtischen Topografie reifte seine Sensibilität und formte sich seine Identität – sowohl die persönliche als auch die künstlerische. Während des Rundganges werden auf anschauliche Weise die wichtigsten Fakten aus Bieneks Leben sowie den historischen Kontext von Gleiwitz in seiner Jugend nähergebracht – einer oberschlesischen Stadt, die im 20. Jahrhundert dynamische kulturelle, gesellschaftliche und politische Veränderungen durchlief. www.muzeum.gliwice.pl







