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Iberische Akademie in Breslau

Cantoria                    Foto: Estudio-Okre

Die Liebhaber der spanischen Musik können sich auf Konzerte der Iberischen Akademie freuen, die vom 25. Februar bis zum 1. März 2026 im Nationalen Musikforum/NFM in Breslau stattfinden.
 
Das spanische Musikfestival wird vom Vokalensemble „Cantoria” eröffnet. Es ist nicht der erste Besuch dieser Künstler in Breslau. Die Sänger aus Katalonien traten schon vor einigen Jahren im NFM auf. Derzeit genießt „Cantoria” eine gefestigte internationale Position und wird während der diesjährigen Akademie ein neues Programm mit traditionellen spanischen Liedern Villancicos unter dem Titel „A la fiesta” präsentieren. Während ihres Breslauer Aufenthalts wird die Gruppe auch eine CD-Produktion realisieren.

Die Kammermusik erlebte in Spanien um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert eine überraschend Blütezeit, vor allem dank Luigi Boccherini, der den größten Teil seines Lebens hier verbrachte und für seine aristokratischen Gönner Hunderte von Streichquartetten, -quintetten und -sextetten komponierte. Der wichtigste Fortführer seiner Kammermusiktradition war Juan Crisóstomo Arriaga. Im Werkverzeichnis dieses im Alter von knapp zwanzig Jahren verstorbenen, außerordentlich talentierten Komponisten ist eine Sammlung von drei Streichquartetten erhalten geblieben. Eines davon, das Quartett Nr. 2 in A-Dur, umrahmt von Werken Boccherinis, wird im Programm des Ensembles La Ritirata unter der Leitung des hervorragenden Cellisten Josetxu Obregón am 26. Februar Konzert zu hören sein.

Zum Schluss am 1. März erklingt eine spanische Oper: die Zarzuela „Vendado es amor, no es ciego” ist ein Werk von José de Nebra, dem bedeutendsten Madrider Komponisten der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Komische Elemente der traditionellen spanischen Operette verbinden sich hier mit dem modernen italienischen Opernstil, exponierten Gesangspartien und einer reichhaltigen Instrumentierung der Partitur. Das Breslauer Barockorchester WOB, der NFM-Chor und eine Gruppe hervorragender Solisten werden bei diesem Konzert von einem Vertreter der jüngsten Generation spanischer Spezialisten für Alte Musik, dem Countertenor, Cembalisten und Dirigenten Alberto Miguélez Rouco, geleitet. M. Ilgmann

Mehr unter: www.nfm.wroclaw.pl/en/repertoire

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Schlesien heute Nr. 1 2025