vl. Florian Hohenwarter CEO KNDS Deutschland; Ministerpräsident Michael Kretschmer; Standortleiter Enrico Blocksdorf Foto: KNDS
Der Rüstungskonzern KNDS plant die Fertigung seiner Militärfahrzeuge im ehemaligen Alstom-Werk in Görlitz erheblich auszubauen. Vorstandsvorsitzender Florian Hohenwarter erklärte bei einem Besuch des Werks, die Produktion des Leopard-Panzers werde sich verdreifachen. Beim Boxer werde die Fertigung sogar vervierfacht, beim Puma verdoppelt. Görlitz soll künftig eine zentrale Rolle innerhalb des Unternehmens übernehmen. Nach Angaben von Standortleiter Enrico Blocksdorf entwickelt KNDS das Werk zu einem Rohbauzentrum für Deutschland. Dort entstehen unter anderem die geschweißten Wannen und Kabinen für Militärfahrzeuge, beispielsweise für den GTF3-Lastwagen der Bundeswehr. Der weitere Ausbau der Fahrzeuge, etwa mit Elektronik, Bewaffnung oder Ketten, erfolgt anschließend an anderen KNDS-Standorten, unter anderem in München. Derzeit beschäftigt KNDS nach eigenen Angaben rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Görlitz. In den kommenden Jahren sollen mehr als 100 weitere Arbeitsplätze entstehen. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts. Die vollständige Auslastung der Produktion wird in einigen Jahren erwartet.







