Nach dem Neujahrskonzert v.li. Generalkonsul Martin Kremer, Ministerpräsident Michael Kretschmer, Violinistin Agnieszka Ostapowicz, Foto: Ilgmann
Das Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Breslau/Wrocław organisierte am 21. Januar 2026 in der Breslauer Musikakademie ein Neujahrskonzert. Die Veranstaltung wurde von der Direktorin des Sächsischen Verbindungsbüros Anna Leniart eröffnet. Festreden hielten der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Michael Kretschmer, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen Miguel Berger und der stellvertretende Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Jarosław Rabczenko. An der Veranstaltung nahmen auch die niederschlesische Woiwodin Anna Żabska und der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Breslau Martin Kremer teil.
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte in seiner Rede, wie beeindruckend die seit Jahrzehnten aufgebauten Verbindungen und das gegenseitige Vertrauen zwischen Sachsen und Niederschlesien seien, die auch Gespräche auf schwierigen Ebenen wie die grenzüberschreitenden Kontrollen möglich machten. Er erwähnte die am 21. Januar geführten Gespräche mit den niederschlesischen Woiwodschaftsbehörden über die Verbesserung des Personennahverkehrs zwischen beiden Ländern.
Michael Kretschmer wies darauf hin, dass in Breslau über die Rettungsdienste und den Katastrophenschutz gesprochen worden sei und darüber, dass die Schnellzugverbindung, welche von der polnischen Seite nach Leipzig eingerichtet werde, auch von der deutschen Seite weiter unterstützt und gefördert werden solle.
Im Hinblick auf die laufenden Gespräche in Davos und vor dem Hintergrund der immer unruhiger und verrückter werdender Welt wünschte sich der sächsische Ministerpräsident Niederschlesien und Sachsen als einen Ort der Vernunft, der positiven Gedanken und des gemeinsamen Nach-vorne-Schauens.
Der stellvertretende Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien Jarosław Rabczenko sprach über die große Rolle und das Potential der gemeinsamen Beziehungen insbesondere im Hinblick auf das 35. Jubiläumsjahr des 1991 abgeschlossenen Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit.
Während des Konzerts traten Solisten des „Jungen Ensembles” der Semperoper in Dresden, das Kammerorchester der Breslauer Karol-Lipiński-Musikakademie sowie Kammerorchester und Rhythmik-Ensemble der Staatlichen Musikschule in Breslau auf. Am Pult stand Artur Wróbel. Das Publikum hörte Arien von Wolfgang Amadeus Mozart, Charles Gounod, Georges Bizet, Giuseppe Verdi und auch klassische Karnevalshits wie die Polka „Tritsch-Tratsch” von Johann Strauss sowie seinen Radetzky-Marsch und den Can-Can aus der Operette „Orpheus in der Unterwelt” von Jacques Offenbach. M.Ilgmann
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