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Nationales Musikforum bietet im Mai zwei kleine Musikfestivals

Festival MPN 2026, Foto: NFM

Die 35. Ausgabe des vom 14. bis 17. Mai dauernden Festivals Musica Polonica Nova/MPN im Nationalen Musikforum/NFM in Breslau steht unter dem Motto „Sinne“ und präsentiert die neuesten Tendenzen der polnischen zeitgenössischen Musik. Der künstlerische Leiter des Festivals Paweł Hendrich konzentriert sich auf die Frage, wie das Publikum heute Musik hört – und wie Musik die traditionellen Grenzen der Wahrnehmung überschreiten kann. Er widmet sich der Multidimensionalität und Multisensorik, thematisiert wird auch die Synthese der Künste: eine zeitgenössische Herangehensweise an die Integration von Musik mit anderen Kunstformen: Intermedia, Installationen, Theater, performative und audiovisuelle Aktionen.


Zur Eröffnung des MPN am 14. Mai präsentiert die Regisseurin Katarzyna Kalwat in Piekarnia: Zentrum für darstellende Künste des Grotowski-Instituts eine Welt, die vom neuesten Stück der österreichischen Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek: „Sonne / Luft / Asche“ inspiriert ist. Die Regisseurin überschreitet die Genregrenzen des Theaters und zeigt eine rhythmische, tranceartige Aufführung mit Live-Musik von Wojciech Błażejczyk. Die Arien singt Agata Zubel. Außerdem tritt am 15. Mai im NFM das von Szymon Bywalec geleitete Orchester für Neue Musik auf: das älteste Ensemble in Polen, das sich auf zeitgenössische Musik spezialisiert hat: auf dem Programm stehen Werke von fünf polnischen Künstlern. Am 17. Mai um 17 Uhr kann man im NFM einem Konzert der Breslauer und Posener Zweigstellen des Verbandes Polnischer Komponisten beiwohnen und neun Uraufführungen von zeitgenössischen Miniaturen erleben. Um 19 Uhr tritt dort zum Abschluss das „Spółdzielnia Muzyczna Contemporary Ensemble” aus Krakau auf.


Vom 28. bis 31. Mai laden NFM-Direktorin Olga Humeńczuk und Christian Danowicz, künstlerischer Leiter zur 17. Ausgabe des Leo-Festivals: „Erzählungen” ein, das unter dem Motto von Heinrich Heine „Wenn die Worte aufhören, beginnt die Musik” stattfindet. „Dieses Zitat des romantischen Dichters bringt meiner Meinung nach das Wesen der Musik perfekt zum Ausdruck. Gleichzeitig stellt es uns vor eine gewisse Herausforderung: Wenn wir Geschichten ohne Musik oder mit ihrer Hilfe erzählen können, ist es dann möglich, Geschichten ausschließlich mit Musik zu erzählen – ohne Worte? Große Komponisten haben über Jahrhunderte hinweg solche Versuche unternommen, und die europäische Musiksprache hat sich so entwickelt, dass wir sie heute nicht nur verstehen, sondern uns auch durch ihre Universalität und Aufrichtigkeit fasziniert. Deshalb lade ich Sie in diesem Jahr zum Leo-Festival ein, das von erzählender Musik erfüllt ist”, so Christian Danowicz. Zur Eröffnung erklingt am 28. Mai ein gemeinsames Konzert der Solisten des NFM-Orchesters Leopoldinum und der im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählten Musikstudenten. Auf dem Programm stehen Kammermusikwerke von Antonín Dvořák, Arnold Schönberg und Bedřich Smetana. Am 29. Mai hört das Publikum Stücke von Igor Strawinsky, Alberto Ginaster und Leoš Janáček, gespielt vom Leopoldinum-Orchester unter der Leitung von Christian Danowicz. Zum Abschluss können vor allem kleine Musikliebhaber Sergej Prokofjews symphonisches Märchen „Peter und der Wolf“ hören und auf der Bühne neben dem Leopoldinum-Orchester auch Mädchen- und Knaben-Chor des NFM erleben. M. Ilgmann


Näheres finden Sie unter: www.nfm.wroclaw.pl/en/festivals/musica-polonica-nova

www.nfm.wroclaw.pl/en/festivals/leo-festival


NFM Orchester Leopoldinum, Foto: Łukasz Rajchert/NFM

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