Observatorium auf der Schneekoppe im Winter, Foto: Lovecz, gemeinfrei
„Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft hat eine Ausschreibung für den umfassenden Umbau der Hochgebirgs-Wetterstation auf der Schneekoppe veröffentlicht. Dies ist ein wichtiger Moment für eines der bekanntesten Gebäude Polens”, teilt Infrastrukturminister Dariusz Klimczak mit. Das Restaurant im unteren Stockwerk der Berghütte auf der Schneekoppe wurde 2015 geschlossen. Seitdem sind die Toiletten auf der polnischen Seite des Gipfels außer Betrieb. Die Infrastruktur auf der tschechischen Seite funktioniert normal – Touristen können dort essen, die Toiletten benutzen und Post aufgeben. Der polnische Teil wurde mehrere Jahre lang nicht technisch überprüft. Im Jahr 2009 kam es dort zu einem Bauunfall: Eine Wand brach ein und der Boden im oberen Stockwerk wölbte sich, was die Evakuierung der Wissenschaftler*innen erzwang. Ursache waren Frost und sehr starker Wind sowie Konstruktionsfehler – die Stahlträger, die das Gebäude stützten, waren mit Schweißnähten statt mit Schrauben verbunden.
Gespräche über die Sanierung wurden ab 2017 geführt, nun wurde die Ausschreibung für das Bauvorhaben veröffentlicht. Der Umfang der Arbeiten umfasst unter anderem den Austausch der Dachabdeckungen auf allen drei Etagen sowie die Verstärkung der Konstruktion des Observatoriums, den vollständigen Austausch der technischen Anlagen und die Anpassung des Gebäudes an die Brandschutzvorschriften. Der Bauträger, der den Zuschlag erhält, soll zudem das Innere des Gebäudes modernisieren, einschließlich der Vorbereitung der unteren Etage für die Wiedereröffnung eines Gastronomiebetriebs sowie von Sanitäranlagen für Touristen an dieser Stelle.
„Das Projekt ist nicht einfach. Aufgrund des Denkmalstatus und der Wetterbedingungen auf dem Gipfel muss der Auftragnehmer unter Aufsicht des Denkmalschutzbeauftragten nicht standardmäßige technische Lösungen anwenden“, so Klimczak. Die Sanierung wird mindestens 3,3 Millionen Euro kosten, so die Schätzung von 2021. GW Wroclaw, Gazeta Wroclawska, Radio Wroclaw







