Alexandru Bulucz Foto: Anda Antonia Photography
Die Stiftung Kulturwerk Schlesien (SKWS) lädt vom 25. bis 27. September zu den 76. Wangener Gesprächen nach Wangen im Allgäu ein. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe bietet seit 1950 Autoren, Wissenschaftlern und kulturinteressierten Gäste ein Forum für Literatur, Kulturgeschichte und geistigen Austausch rund um das Thema Schlesien. Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Wangener Gespräche ist die feierliche Verleihung des mit 5000,- Euro dotierten Eichendorff-Literaturpreises 2026 an den Schriftsteller Alexandru Bulucz. Die Stiftung Kulturwerk Schlesien würdigt damit ein Werk, das durch seine formbewusste Sprache, seine kulturelle Weite „und seine poetische Dringlichkeit“ herausragt. Der Preis würdigt herausragende literarische Leistungen, die weitgehend in Zusammenhang mit dem in Schlesien geborenen Joseph von Eichendorff stehen oder Werke, die sich mit der Region auseinandersetzen. Zuletzt wurde der Preis an Michael Donhauser, Ulrike Draesner, Iris Wolff, Joanna Bator und Saša Stanišić verliehen, aber auch Michael Krüger, Christoph Hein oder Peter Härtling zählen zu den Geehrten. Die Jury hebt hervor, dass Bulucz „einen literarischen Ort geschaffen hat, der zwischen den Welten, zwischen Deutschland und Rumänien, zwischen Heimat und Fremde, zwischen Gegenwart und Vergangenheit […] liegt.“ Besonders in seiner Lyrik, aber ebenso in Prosa, Editionen, Übersetzungen und Kritiken richte er, so die Jury weiter, „seinen Blick klug und poetisch, stets mit ethischem Anspruch verbunden vor allem auf die Literatur der osteuropäischen Länder, wo Paradiese und Abgründe sich gleichermaßen finden lassen.“ Die Laudatio hält in diesem Jahr Insa Wilke, Literaturkritikerin, Dozentin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Autorin und Jurorin für zahlreiche Literaturpreise. www.kulturwerk-schlesien.de







