Das LNG-Terminal in Swinemünde (rechts) und der Stapellauf der FSRU-Einheit (links), Quelle: "Gaz-System"
Polen setzt auf einen massiven Ausbau seiner Gasinfrastruktur: Mit einem zweiten schwimmenden LNG-Terminal (FSRU) in der Danziger Bucht wird das Land künftig über drei LNG-Terminals verfügen. Die jährliche Regasifizierungskapazität soll auf mehr als 20 Milliarden Kubikmeter steigen.
Die Regierung sieht darin einen wichtigen Schritt, um Polen zu einem zentralen Gas-Hub in Mittel- und Osteuropa zu machen. Besonders die Ukraine, die Slowakei, Tschechien und weitere Nachbarländer haben bereits großes Interesse an Gaslieferungen über Polen signalisiert.
Experten bewerten das Projekt als strategisch bedeutsam – vor allem vor dem Hintergrund des EU-weiten Verbots russischer Gasimporte ab 2028. Gleichzeitig wächst jedoch die Abhängigkeit von LNG-Lieferungen aus den USA, die bereits den Großteil der polnischen LNG-Importe ausmachen.
Mit dem Ausbau der Infrastruktur will Polen nicht nur seine eigene Versorgung sichern, sondern künftig auch als wichtiger Energieknotenpunkt für die gesamte Region auftreten. Money.pl







