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Turbulenzen beim polnischen Kupferriesen KGHM

Die Kupferhütte in Liegnitz/ Legnica                 Foto: kghm.com  

Der Aufsichtsrat des Kupferkonzerns KGHM hat einem Bericht des polnischen Fernsehsenders TVN 24 vom 30. Januar 2026 zufolge den Vorstandsvorsitzenden Andrzej Szydło und den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Piotr Stryczek entlassen und Remigiusz Paszkiewicz vorübergehend mit der Leitung des Unternehmens betraut. Die Entscheidung löste eine heftige Reaktion des Marktes aus, und der Aktienkurs des Kupferriesen fiel am Freitag um über 10 Prozent. 

Laut einer Mitteilung wird Paszkiewicz die ihm übertragenen Aufgaben bis zum Abschluss der Auswahlverfahren für die Positionen des Vorstandsvorsitzenden von KGHM und des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden für Unternehmensangelegenheiten wahrnehmen, jedoch nicht länger als drei Monate. Der ehemalige stellvertretende Minister für Staatsvermögen und Abgeordneter der KO, Robert Kropiwnicki, kritisierte in einem Beitrag auf der Plattform X die Entscheidung des Aufsichtsrats: „Das sind sehr schlechte Nachrichten für das Unternehmen und die Region”, schrieb Kropiwnicki. 

KGHM ist Europas größter Produzent von Kupfer, das als strategischer Rohstoff für die Europäische Union gilt. Das Unternehmen ist für fast 50 Prozent der Kupferproduktion der EU verantwortlich. Die polnischen Kupfervorkommen machen etwa 85 Prozent der europäischen Vorkommen aus. 


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Schlesien heute Nr. 1 2025