Innenhof des Schlosses in Oels, Foto: Jerzy Strzelecki, gemeinfrei
Nach fast zwölfmonatiger Pause empfängt das Herzogliche Schloss in Oels/Oleśnica ab dem 1. März wieder Gäste. Die berühmte Residenz hat umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchlaufen und bietet den Besuchern völlig neue Attraktionen.
Es wurde eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit sowohl des historischen Objekts als auch aller Besucher zu erhöhen. Die Dachreparatur im Segment D und D2 wurde abgeschlossen, und eine Brandmeldeanlage auf der Besichtigungsroute installiert. Die Pumpen zur Erhöhung des Wasserdrucks in den Hydranten wurden repariert und in Betrieb genommen. Auf dem Schlossgelände hat man ein AED-Defibrillator installiert.
Das Schloss in Oels lockt nun mit einer neuen Ausstellung über Cecilie von Preußen (1886–1954): sie zeigt die Geschichte der letzten Aristokratin, die diese Residenz bewohnte. Die letzte deutsche Kronprinzessin war eine geborene Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin und heiratete Wilhelm von Preußen, den Sohn von Kaiser Wilhelm II. aus dem Haus Hohenzollern. Nach der Hochzeit wurde Cecilie von Preußen zu einer der bekanntesten Frauen Europas und einer Modeikone. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs lebte Cecilie mit ihrer Familie zeitweise im Exil auf Schloss Oels. Im Februar 1945 floh sie vor der herannahenden Roten Armee mit der Familie ihres Sohnes Louis Ferdinand nach Bad Kissingen.
Das Schloss in Oels: das größte Renaissanceschloss in Europa und seit 1926 Familienbesitz der preußischen Linie des Hauses Hohenzollern in Schlesien kann auf eine äußerst faszinierende Geschichte zurückblicken. Bis 1492 befand sich hier der Sitz der Herzöge von Oels, und im Laufe der Zeit wurde das Bauwerk im Stil der Renaissance umgebaut und vielfach vergrößert. Im Jahr 1885 wurde das Schloss von Oels zum Sitz jedes Thronfolgers des Deutschen Kaiserreichs und des Königreichs Preußen, was seinen politischen Rang erhöhte.
Die Geschichte hat diesen Ort nicht verschont: in den Jahren 1945-1946 gab es hier eine Anlaufstelle des Roten Kreuzes für französische und italienische Kriegsgefangene. In späteren Jahrzehnten beherbergten diese Mauern Bildungseinrichtungen sowie Pfadfinderzentren.
Derzeit stellt das Denkmal eine enorme Attraktion für die gesamte Region dar. Während eines Besuchs in Oels/Oleśnica können Touristen unter anderem den hohen Schlossturm besichtigen, der eine schöne Aussicht auf die gesamte Umgebung bietet. Außerdem können sie den repräsentativen Rittersaal, Privatgemächer, darunter das ehemalige Arbeitszimmer Wilhelms von Preußen und den Saal von Sophie von Mecklenburg, atmosphärische Kreuzgänge und reich verzierte Kammerinnenräume besuchen. superexpress.pl, Wikipedia, mi
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Der ehemalige Kronprinz Wilhelm und Cecilie vor Schloss Oels im November 1923
Foto: Bundesarchiv, Bild 102-00210 / CC-BY-SA, gemeinfrei







