„Made in Poland“ in Deutschland gefragt

Der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Oliver Hermes hat anlässlich des Besuches des polnischen Vize-Ministerpräsidenten Jaroslaw Gowin Ende Januar in Berlin die intensiven deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen gewürdigt.

 

Polen habe auch im Corona-Jahr 2020 seinen Ruf als einer der dynamischsten deutschen Auslandsmärkte untermauert: Zwischen Januar und November 2020 lag der bilaterale Handel mit 112 Milliarden Euro weniger als zwei Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres, trotz zwischenzeitlich starker Einbrüche durch die Corona-Maßnahmen im zweiten Quartal. Die Einfuhren aus Polen sanken in den ersten elf Monaten nur um 0,6 Prozent auf 53 Milliarden Euro, während der deutsche Export um drei Prozent auf 59 Milliarden Euro zurückging. Polen habe sich damit vor Italien auf Platz fünf der wichtigsten deutschen Handelspartner vorgeschoben.

 

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der zwischenzeitlichen Grenzschließungen sei diese Entwicklung mehr als erfreulich. Deutschland und Polen sind gemeinsam ein Powerhouse für den EU-Binnenmarkt. Diese Position sollte weiter ausgebaut und dürfe nicht durch neue, coronabedingte Störungen der Lieferketten beeinträchtigt werden. Ein reibungsloser Grenzverkehr ist essenziell für die wirtschaftliche Entwicklung beider Volkswirtschaften und die weitere Erholung.

 

Nicht nur die Wirtschaftsbeziehungen mit Polen, sondern auch die wirtschaftlichen Verflechtung mit den anderen Visegrad-Staaten Tschechien, Ungarn und der Slowakei sind laut Oliver Hermes eine wichtige Säule für den deutschen Außenhandel und damit für die deutsche Wirtschaft insgesamt. Zusammen entfallen auf diese vier Märkte inzwischen fast 13 Prozent des deutschen Außenhandels. Dies entspreche beinahe dem Anteil, den auch China und die USA gemeinsam erreichen.

 

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Foto: Warschau

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