Riesengebirgspreis für Literatur 2021 an Joanna Bator verliehen

Joanna Bator wurde mit dem Riesengebirgspreises für Literatur 2021 ausgezeichnet.

Foto: Magda Hueckel


Am Sonntag, den 12. Dezember 2021, wurde in feierlichem Rahmen in der Aula der Staatlichen Riesengebirgshochschule, in Hirschberg (Jelenia Góra) zum zweiten Mal der Riesengebirgspreis für Literatur verliehen. Der Hauptpreis mit 3.000 € dotierten Hauptpreis ging an Joanna Bator. Die beiden Sonderpreise in Höhe von je 1.000 € wurden an Małgorzata Lutowska und Marcin Wawrzyńczak vergeben.


Der Preis wird vom Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. (VSK) mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, der Staatlichen Riesengebirgshochschule in Hirschberg und des Riesengebirgsmuseums verliehen. Die Verleihung des Preises erfolgte auch dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen und des Marschalls von Niederschlesien.


Hauptpreisträgerin Joanna Bator, geboren 1968 in Waldenburg, studierte Kulturwissenschaften an der Universität Breslau und absolvierte die Schule für Sozialwissenschaften an der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau, wo sie auch die Doktorwürde erlangte. Bator ist Kennerin und Liebhaberin der japanischen Kultur, was sich im Roman "Der japanische Fächer" (2004) erkennen lässt. In ihren „schlesischen“ Romanen variiert sie den Aspekt des Gesprächs zwischen Kulturen. Der Roman "Sandberg wurde 2010 für den „Nike“-Preis nominiert und für den Roman Dunkel, fast Nacht hat Joanna diesen Preis 2013 bekommen. Beide Romane wurden ins Deutsche übersetzt und hatten eine sehr gute Presse.


Sonderpreisträgerin Małgorzata Lutowska, geboren 1960 in Bad Warmbrunn, veröffentlichte unter anderem die Romane „Der anvertraute Schlüssel“ und „Auf gefundenem Pfad“.  Für Letzteren erhielt die Autorin einen Preis des Marschalls der Woiwodschaft Niederschlesien. Weiter schrieb sie mit „Die Schätze der Bäume“ einen belletristischen Stadtführer von Hirschberg für die Jugend. Im Jahr 2019 wurde ihr Erzählband "Schlesische Fälle" herausgegeben, in dem verschiedene Schicksale der Menschen im Grenzland dargestellt werden – Polen, Deutsche, Tschechen und Juden, die hier einst gelebt haben.


Sonderpreisträger Marcin Wawrzyńczak wurde 1968 in Warschau geboren. In den Jahren 2002 bis 2009 lebte er im Osten Polens: Am Bug, der weißrussischen und litauischen Grenze in der Nähe von Sejny. 2009 zog er in ein kleines Dorf im Isergebirge. Marcin Wawrzyńczak übersetzt aus dem Englischen (seit 1992) und aus dem Deutschen (seit 2019). 2018 entdeckte er die Überreste der Michelsbaude, einer vergessenen Berghütte, über die er dann eine zweibändige Monographie veröffentlichte (Vgl. Sh 12/2021, Seite 20). 2020 publizierte er in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum Görlitz das Buch „Wanderer im Riesengebirge“. In der Freizeit wandert und fotografiert er gern im Gebirge. Er besitzt den schwarzen Gürtel im Aikido.                                       

www.vskschlesien.de

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